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25 Jahre FFH-Richtlinie

Am 21. Mai 1992 von den EU-Mitgliedsstaaten auf der Biodiversitätskonferenz in Rio beschlossen, feiert die heute ihren 25.

Geburtstag Sie wurde ins Leben gerufen, um alle für die europäische Natur charakteristischen Lebensräume zu sichern, zu schützen und sie europaweit zu vernetzen. Dafür wurde eine Liste der natürlichen europäischen Lebensraumtypen zusammengestellt, für deren Erhalt und Weiterentwicklung die Mitgliedsstaaten Schutzgebiete ausweisen und Managementpläne erstellen sollten. Wesentliches Ziel dieser Richtlinie ist der Erhalt der biologischen Vielfalt und damit der Schutz insbesondere der gefährdeten Tier- und Pflanzenarten.

Seit 17 Jahren bildet die FFH-Richtlinie in Verbindung mit der Vogelschutzrichtlinie das Schutzkonzept „Natura 2000“ und stellt so das Rückgrat des europäischen Naturschutzes dar. FFH-Gebiete in Deutschland bedecken mittlerweile insgesamt 5.253 Gebiete 15,4% der terrestrischen Fläche und rund 45% der marinen Fläche . Europaweit wohnt kein Bürger mehr als 20 Kilometer von einem Natura 2000-Gebiet entfernt.

Der DAFV unterstützt dieses Schutzkonzept, gratuliert zum Jahrestag und begrüßt die Ausrufung des "European Natura 2000 Day"). Die FFH-Richtlinie, aber auch das Gesamtprojekt Natura 2000, sind wegweisend. „Es zeigt, dass wir erkannt haben, welche grenzübergreifende Verantwortung wir für unseren Lebensraum tragen“, so die Präsidentin des DAFV Dr. Christel Happach-Kasan. Viele Textauszüge der Richtlinie klingen so selbstverständlich, die allgegenwärtige „Nachhaltigkeit“ scheint eine Selbstverständlichkeit und die Umsetzung des Konzepts ein Selbstläufer.

Doch wo stehen wir heute: Managementpläne hängen hinterher, Verordnungen werden unter Zeitdruck durchgedrückt. Die Einbindung der Interessensgruppen gelingt nur unvollständig. Die Natur entwickelt sich dynamisch, Schutzmaßnahmen haben Erfolg gehabt, und dies muss Auswirkungen haben auf die Schutzziele. Deswegen müssen z. B. die Listen der prioritär geschützten Arten regelmäßig überprüft werden, damit wir uns konzentrieren können auf den Schutz der Lebensraumtypen, in denen wirklich gefährdete Arten leben.

Erfreut nehmen wir Angler zur Kenntnis, dass nach Veröffentlichung des „Fitness-Checks“) die EU einen Aktionsplan zur besseren Umsetzung der Rechtsvorschriften veröffentlicht und die Kommission besonders die Kommunikation stärken, sowie die Einbindung der Öffentlichkeit fördern möchte. Aber wo bleibt die Umsetzung? Wir Angler sind in aquatischen Lebensräumen wichtige Ansprechpartner und wollen in den Naturschutz einbezogen werden. Angelverbände gibt es in Deutschland seit über 150 Jahren. Seit dieser Zeit kümmern sich die Angler um die Hege und Pflege der Gewässer und tragen damit zum Schutz und Erhalt der Kulturlandschaft bei. Viele Schutzgebiete haben sich mit den Anglern entwickelt. Nicht ohne sie. Da ist es aus aktuellem Anlass mehr als verwunderlich, dass in der Ausschließlichen Wirtschaftzone (AWZ) der Nord- und Ostsee grundlose Verbote drohen und auch im Binnenland sich immer wieder Angler mit willkürlichen Ausgrenzungen konfrontiert sehen. Der DAFV spricht sich immer für gelebten Naturschutz aus. Wo immer es möglich ist, sollten die Menschen aktiv in den Naturschutz eingebunden werden. Ausgrenzung ist keine Lösung und kein Beitrag zum Schutz der Natur!



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