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DAFV trifft sich mit Vertretern des Polnischen Anglerverbandes

Vertreter des Polnischen Anglerverbandes PZW und des DAFV trafen sich in der Geschäftsstelle des Landesanglerverbandes Brandenburg e.V. (LAVB), um über aktuelle Themen und Probleme der Angelfischerei zu beraten.
 
Der Präsident, Gunter Fritsch, und der Hauptgeschäftsführer, Andreas Koppetzki, des LAVB begrüßten die Präsidentin, Dr. Christel Happach-Kasan, und den Geschäftsführer, Philipp Freudenberg, des DAFV sowie die Präsidenten des PZW Torún und des PZW Warschau, Mirek Purzycki sowie Ziemiecki Dionizy.
 
Der DAFV und der PZW informierten sich gegenseitig über ihren Einsatz für die Angelfischerei auf nationaler und insbesondere auf EU-Ebene. Vordergründig ging es auch um die Zusammenarbeit beider Anglerverbände bei Fragen, die Gewässer beider Länder betreffen wie die Ostsee und die Oder. Bei der Oder spielt natürlich der Stör und das dortige Wiederansiedlungsprojekt eine herausragende Rolle. Bereits seit 2006 werden Baltische Störe (Acipenser oxyrinchus) in der Oderregion ausgewildert.
 
Inzwischen wurde die magische Marke von einer Million Besatzfischen durchbrochen. Unter den bisher über 2.000 gemeldeten Wiederfängen wurden wahre Ausdauersportler identifiziert, wie etwa Baltische Störe aus dem Bottnischen Meerbusen und dem Oslofjord. Sie zeigen, wie weit sich die Tiere in der Ostsee schon bewegt haben.
 
Auch der Dorsch war bei der Unterredung von Belang. Die Verbandsvertreter diskutierten, wie von Anglerseite am besten dazu beigetragen werden kann, gute Dorschbestände in der Ostsee zu sichern. Weiterhin vertritt der DAFV die Meinung, dass zum Schutz bedrohter Dorschbestände unter anderem die Einrichtung gebietsspezifischer Schonzeiten und temporärer Schutzgebiete sowie die Vermeidung des Angelns in Tiefen von mehr als 20 Metern während der Laichzeit angebracht sind. Das sind Regelungen, an die sich viele Anglerinnen und Angler schon jetzt halten. Fangbegrenzungen oder eine eigene Fangquote für die Angelfischerei wird als wenig sinnvoll erachtet. Von den polnischen Vertretern wurde zudem angesprochen, dass in der Ostsee noch Weltkriegswaffen lagern, die im Interesse aller geräumt werden sollten. Dieses Thema muss weiter im Auge behalten werden, weil es unter Umständen auch die Angelfischerei auf dem „EU-Meer“ Ostsee betreffen könnte.
 
Im Anschluss an das Treffen fand im Rahmen der „Internationalen Grünen Woche“ (IGW) in den Räumlichkeiten des LAVB eine Konferenz des Polnischen Anglerverbandes statt. Dabei ging es in erster Linie um den Besatz, die Entwicklung von Teichwirtschaften sowie die Wiedereinbürgerung des Baltischen Störs.
 
Selbstverständlich ließen es sich Dr. Christel Happach-Kasan und ihr Präsidium nicht nehmen, auch der IGW auf dem Messegelände in Berlin persönlich einen Besuch abzustatten. Dort konnten sie mit vielen Vertretern aus Politik, Landwirtschaft und Fischerei ins Gespräch kommen und die Anliegen der Angler Deutschlands vertreten.
 
Marcel Weichenhan
Öffentlichkeitsarbeit des Deutschen Angelfischerverbandes e.V.
 


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