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Dorschangeln in der Zukunft: Gespräch mit der Parlamentarischen Staatssekretärin im Landwirtschaftsministerium

Fangbeschränkungen für Angler? Quoten für Angler? Tagesfanglimits für Angler? Darüber wird in der EU immer lauter diskutiert. Der DAFV traf sich deshalb am 28. Januar 2016 im Bundestag in Berlin unter anderem mit der Parlamentarischen Staatssekretärin im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft, Dr. Maria Flachsbarth.
 
Das Landwirtschaftsministerium ist für die bundesweiten Belange der Fischerei zuständig. Es vertritt Deutschland im Ministerrat der Europäischen Union, der über Regelungen wie das Dorschmanagement in der Ostsee entscheidet.
 
Im letzten Jahr gab es erstmalig den Vorschlag des Internationalen Rats für Meeresforschung (ICES), für die Angelfischerei eine Dorsch-Höchstfangmenge in der Westlichen Ostsee festzusetzen. Aus Reihen der EU-Kommission kommen weitere ernstgemeinte Vorschläge, wie z.B. die Festsetzung von Tageshöchstfangmengen. „Das erfüllt die Anglerschaft in Deutschland mit Sorge“, sagt Dr. Christel Happach-Kasan, Präsidentin des DAFV.
 
Deshalb haben wir als DAFV bisher starke Anstrengungen unternommen, unsinnige Regelungen abzuwenden. Dazu gehörten viele Gespräche mit Wissenschaftlern und politischen Entscheidungsträgern, zum Beispiel mit dem Direktor der Generaldirektion Fischerei und Maritime Angelegenheiten der EU-Kommission, Bernhard Friess. Für das Jahr 2016 sind Fangbeschränkungen für Dorschangler vom Tisch. Aber die Debatte darüber geht weiter.
 
Das Gespräch mit Staatsekretärin Dr. Maria Flachsbarth und den Ministerialräten Alois Bauer und Gerd Conrad zeigte sehr deutlich, dass das Landwirtschaftsministerium uns unterstützt. Für Deutschland halten wir es nach wie vor für sinnvoll und zielführend, laichende Dorsche zu schonen. Schonzeiten sollten sich an den tatsächlichen Laichzeiten in den jeweiligen Laichgebieten sowie an regionalen Gegebenheiten orientieren. Angler in Deutschland verzichten im Übrigen schon seit vielen Jahren in großem Umfang freiwillig auf das Angeln während der Laichzeit in den Gebieten mit größeren Tiefen, in denen sich die Dorsche zur Fortpflanzung sammeln. Wir wollen eine nachhaltige Bewirtschaftung des Dorsches. Starre Vorgaben aus der EU können die unterschiedlichen Bedingungen in den EU-Mitgliedsstaaten nicht angemessen berücksichtigen. Nutzen und Aufwand stünden in keinem angemessenen Verhältnis.  Dem Dorschbestand hilft ein nicht kontrollierbares Tagesfanglimit nicht, das Schonen der laichenden Dorsche aber sehr wohl.
 
Die Überwachung von Tagesfanglimits oder gar von Quoten wäre mit einem angemessenen Aufwand nicht zu realisieren. Die ökologische Wirksamkeit ist sehr fragwürdig. Die Auswirkungen auf die vom Angeltourismus abhängigen Küstenländer wären jedoch verheerend.
 
Verschiedene Vertreter in der EU-Kommission scheinen nach wie vor geneigt zu sein, Regelungen für den Wolfsbarsch in Westeuropa auf den Dorschfang in der Ostsee übertragen zu wollen. Davor muss dringend gewarnt werden. Zum einen unterscheidet sich die Biologie von Wolfsbarsch und Dorsch, zum anderen unterscheiden sich die Charakteristika der Freizeitfischerei auf diese beiden Arten.
 
Als DAFV werden wir weiterhin mit der Stimme von rund 620.000 Mitgliedern für ein sinnvolles Management eintreten, das dem Dorsch und damit allen Anglerinnen und Anglern zugute kommt. 
 
Deutscher Angelfischerverband e.V.
 
Foto (v.l.n.r.): Alois Bauer (Ministerialrat BMEL), Dr. Maria Flachsbarth (Parlamentarische Staatssekretärin BMEL), Dr. Christel Happach-Kasan (Präsidentin DAFV), Philipp Freudenberg (Geschäftsführer DAFV)
 


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