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Dorschjahrgang 2016 so gut wie lange nicht

ICES (International Council for the Exploration of the Sea) hat heute (31.05.2017) die Empfehlungen für die Dorschquote 2018 veröffentlicht. Die Empfehlung enthält keine Änderungsvorschläge für die geltenden Bestimmungen der Freizeitfischerei.

Laut den Empfehlungen von ICES soll im Jahr 2018 in der westlichen Ostsee erwartungsgemäß weiterhin Zurückhaltung bei der Entnahme von Dorschen geübt werden. Die vorgeschlagene Quote beläuft sich auf eine Spanne von 1376t bis 3541t für die kommerzielle Fischerei und eine Beibehaltung des „bag limit“ mit kalkulierten 900t weniger Entnahme durch Angler. 

In 2016 wurde eine Absenkung der Quote um 88% gegenüber dem Vorjahr für die kommerzielle Fischerei vorgeschlagen. Dieser Vorschlag wurde von der EU-Kommission auf eine Absenkung von 56% abgewandelt und gleichzeitig eine Beschränkung der Freizeitfischerei in Kraft gesetzt.

Somit leisten seit 2017 auch die Freizeitangler einen Beitrag zum Wiederaufbau der Dorschbestände in der westlichen Ostsee. Die EU-Verordnung 2016/1903 regelt im Artikel 7 die Freizeitfischerei auf Dorsch in der Westlichen Ostsee, genauer gesagt in den Subdivisionen 22-24 (siehe Karte). Seit dem 01. Januar 2017 dürfen Angler 5 Dorsche pro Tag und in einer festgelegten Schonzeit vom 01.02. - 31.03. drei Dorsche pro Tag entnehmen.

Durch diese Regelung sollen ca. 900t Dorsche pro Jahr weniger entnommen werden.

Der DAFV spricht sich nach wie vor eindeutig gegen das geltende „bag limit“ aus. Es stellt vor allem eine psychologische Grenze dar, welche viele Angler nachweislich davon abhält, einen Angelausflug an die westliche Ostsee zu unternehmen. Das „bag limit“ lässt sich kaum kontrollieren und schadet vor allem den Anrainern einer strukturschwachen Region (Quelle: http://aktuell.nationalatlas.de/arbeitslosigkeit-7_07-2011-0-html/),die mittel oder unmittelbar vom Angeltourismus leben.

Die Angler sind bereit, ihren Beitrag zum Wiederaufbau der Dorschbestände in der westlichen Ostsee zu leisten, sehen aber in dem geltenden „bag limit“ das falsche Instrument. Dazu hat der DAFV im Rahmen einer Resolution konstruktive Alternativvorschläge eingebracht: die Erhöhung des Mindestmaßes und die Einhaltung der Laichschonzeit . Der DAFV wird sich nach wie vor für eine vollständige Abschaffung des geltenden „bag limit“ in der Zukunft einsetzten.

Dorschjahrgang 2016 lässt hoffen

Während der Dorschjahrgang 2015 mit 2600t fast vollständig ausgefallen sein soll, wird der Jahrgang 2016 auf 65408t geschätzt! Das ist mit großem Abstand der stärkste Jahrgang seit dem Jahr 2005. Der Mittelwert in den Jahren von 2006-2015 betrug lediglich 15173t.

Es wird 2-3 Jahre dauern bis dieser Jahrgang maßgeblich auf die Empfehlung der Fangquoten Einfluss nimmt. Somit darf man auf die Empfehlungen im Jahre 2019 gespannt sein. Im Zuge einer möglichen Erholung der Bestände ist es nur folgerichtig, auch den Beitrag der Angler zur Erholung der Bestände mit einer Abschaffung des geltenden „bag limit“ zu honorieren.

Hintergrund

Was ist denn eigentlich die Quote, wie wird sie festgelegt und vor allem wer entscheidet hier was?
Die Quote gibt an wie viel Fisch aus dem Meer pro Jahr entnommen werden darf. Die Menge wird entweder in Gewicht oder Stückzahlen angegeben. Beispiel: Dorsch, Hering, Scholle werden in Tonnen angegeben während der Lachs aus der Ostsee in Stückzahlen gerechnet wird.

Wie kommen diese Quoten zustande?
Wissenschaftliche Gremien aus über 4000 Experten aus rund 350 Instituten, z.B. auch vom Thünen Institut, geben ihre Empfehlungen an den ICES. Das ICES, zunächst als wissenschaftliche Arbeitsgruppe für praktische Probleme in der Fischerei ins Leben gerufen, zählt heute 20 aktive Mitgliedstaaten und sechs Länder mit einem Beobachterstatus, die weltweit 110 Fischarten wissenschaftlich überwachen.

Für europäische Bestände übermittelt das ICES ihre Empfehlung nach Brüssel an die EU-Kommission. Anschließend werden die Vorschläge durch die BSAC (Baltic Sea Advisory Council) beraten und eine eigenständige Empfehlung abgegeben. Auf dieser Grundlage werden dann konkrete Quotenvorschläge erarbeitet. Abschließend sind es die Minister der EU-Mitgliedsstaaten in Abstimmung mit ggf. Drittstaaten (z.B. Norwegen) die endgültigen Quoten herausgeben.

Die Zahlen für die Nordsee und den Atlantik werden meist im Dezember eines jeden Jahres veröffentlicht. Für die Ostsee werden die Quoten in der Regel bereits etwas früher bekannt gegeben, da auf Grund geringerer Anzahl an Anrainerstaaten eine Übereinstimmung der Fanganteile meist eine schnellere Einigung möglich ist.



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