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Dr. Christel Happach-Kasan eröffnet den Deutschen Fischereitag 2017

Deutscher Fischereitag vom 27. bis 29. Juni 2017 in Bonn

Am 27.06.2017 um 17:00 Uhr hat der Deutsche Fischereitag in Bonn begonnen. Dr. Christel Happach-Kasan, Präsidentin des Deutschen Angelfischerverbands, sprach das erste Grußwort an die Versammlung. Weitere Grußworte des Ministerialdirektors im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft, Dr. German Jeub, und des Ministers des Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz, Johannes Remmel, des gastgebenden Landes Nordrhein-Westfalen sowie der Bürgermeisterin der Stadt Bonn, Gabriele Klingmüller folgten.

Der Verbandstag gibt rund 250 angemeldeten Teilnehmern aus Politik, Verwaltung und der gesamten deutschen Fischerei die Gelegenheit, Informationen auszutauschen, eine fischereipolitische Lagebewertung vorzunehmen und gemeinsame Forderungen an die Entscheidungsträger aus Politik und Verwaltung zu richten.

Während der dreitägigen Veranstaltung gibt es verschiedene Vortragsveranstaltungen. Der Wissenschaftliche Beirat des Deutschen Fischerei-Verbands wird sich mit dem Thema: Flüsse in der Kulturlandschaft beschäftigen. Daneben behandeln verschiedene Arbeitsausschüsse und Fachgruppen des Verbandes aktuelle Fachthemen.

Für die Fluss- und Seenfischerei stehen die Lösung der Probleme mit Prädatoren wie Kormoran, Reiher und Otter sowie die Erhaltung der Aalbestände im Vordergrund der Beratungen. Der zunehmend erschwerte Zugang zu den Ressourcen z. B. in Schutzgebieten belastet die Erzeuger zusätzlich.

Angeln ist eine sehr Natur- und Umwelt schonende Form des Fischens. Derzeit ist es unsere zentrale Aufgabe, Angelverbote und unbegründete Einschränkungen des Angelns z. B. in Naturschutzgebieten der Nord- und Ostsee, ebenso wie im Binnenland, abzuwenden. Die Verbesserung der Lebensgrundlage von Fischbeständen in den Gewässern ist eine wichtige Aufgabe der Angler. Ein weiteres Thema wird die Beteiligung der Freizeitfischerei am Management von Meeresfischbeständen darstellen.

Die Aquakultur kann in Deutschland und in Europa nicht am weltweiten Wachstum der Branche teilhaben. Ungleiche Bedingungen bei der Erzeugung und am Markt verhindern hierzulande die Entwicklung der Betriebe. Der erschwerte Zugang zu den Ressourcen Fläche und Wasser sowie die wachsende Verbreitung von fischfressenden Prädatoren wie Kormoran, Reiher und Otter schließen Steigerungen der Produktion derzeit aus. AquakulturEinrichtungen sind perspektivisch unverzichtbare Bestandteile der Ökosysteme und erfüllen wichtige Aufgaben bei der Erhaltung der Biodiversität in der Kulturlandschaft.

Die Kutterfischer beraten die Umsetzung der Reform der europäischen Fischereipolitik sowie über die Planungen zum fischereilichen Management in Natura 2000-Gebieten außerhalb der Küstengewässer. Im Mittelpunkt steht außerdem die aktuelle Situation der Heringsfischerei in der Ostsee. Hier drohen existenzvernichtende Quotenkürzungen, da nach Schätzungen der Wissenschaft die Nachwuchsproduktion in den letzten Jahren deutlich nachgelassen hat. Da die Dorschquoten bereits in diesem Jahr drastisch gesenkt wurden, stehen viele Ostseebetriebe vor dem Aus. Die Prognosen für die Entwicklung des Dorschbestandes sind zwar sehr positiv, der Jahrgang 2016 ist überdurchschnittlich stark. Die Ostseefischer werden jedoch frühestens im Jahr 2019 wieder größere Mengen Dorsch fangen dürfen, wenn sich die Prognosen bestätigen, nachdem die Nachhaltigkeitsschwellwerte dann wieder erreicht werden.

Die Hochseefischer befassen sich mit den möglichen Auswirkungen des Brexit auf die Branche sowie der Umsetzung der EU-Fischereipolitik, z. B. den Detailregelungen des Rückwurfverbotes.

Verschiedene Arbeitsausschüsse und Fachgruppen des Verbandes behandeln aktuelle Sachthemen. Die Aalkommission bewertet in einer Vortragsveranstaltung die Umsetzung der deutschen Aalbewirtschaftungspläne und informiert über die aktuellen wissenschaftlichen Forschungsergebnisse zum Aal.

Die Kormorankommission diskutiert Fragen im Zusammenhang mit dem Management der europäischen Kormoran-Population sowie Möglichkeiten zur Überwindung der Untätigkeit staatlicher Stellen. Sowohl für den Wiederaufbau der Aalbestände als auch für die Weiterentwicklung der Aquakultur in Deutschland stellen die übergroßen Kormoranbestände ebenso wie Fischotter und Biber ein wesentliches Problem dar.

Der Deutsche Fischerei-Verband vereinigt bis zu 1 Million Mitglieder aus allen Sparten der deutschen Fischerei unter einem Dach. Der Umsatz der Fangwirtschaft in der Meeresfischerei (Kutter und Hochsee) betrug im Jahr 2016 insgesamt 250 Millionen Euro (+ 12 %). Die Umsätze der Binnenfischerei und Fischzucht werden auf rund 100 Millionen Euro geschätzt. In der Erzeugung sind in Deutschland rund 6.500 Menschen beschäftigt. Weitere 15–20.000 Beschäftigte sind von der einheimischen Erzeugung abhängig.

Achtung Pressetermin

27.06.2017, 10.00 Uhr im Salon König des Maritim Hotels Bonn Hintergrundgespräch mit Präsident Ortel und anderen Verbandspräsidenten (nur nach vorheriger Anmeldung!)

Am 27.06.2017 finden sich auf dem Münsterplatz in Bonn von 12:00 bis 15:00 Uhr kompetente Absprechpartner zur Angel- und Binnenfischerei sowie Aquakultur ein. Dort wird es neben vielen Informationen auch attraktive Fotomotive und eine kleine Verköstigung geben.

Das komplette Programm entnehmen Sie bitte dem Anhang. Informationen zum Deutschen Fischerei-Verband finden Sie auf der Homepage: http://www.deutscher-fischerei-verband.de.



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