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Fangerfassung und Überwachung - DAFV hält Kontroll-APP für ungeeignet

Die European Anglers Alliance (EAA) hat in einem offenen Brief an die EU Institutionen und an die zuständigen Ministerien von Frankreich, Großbritannien, Belgien, Irland und der Niederlande auf die Möglichkeit hingewiesen, die Wolfsbarschfänge von Anglern mittels einer APP oder einer Software zu erfassen.

Der DAFV hält eine Übertragung des Systems allerdings insbesondere für die Erfassung der Dorschfänge von Anglern in der Ostsee für vollkommen ungeeignet. Das wurde in einem Schreiben an das für die Überwachung der Dorschfänge in Deutschland zuständige Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) zum Ausdruck gebracht.

Sehr geehrter Herr ...,

Offenbach, den 10.01.2017

bezüglich des anhängenden offenen Briefes der European Anglers Alliance (EAA) zur Erfassung und Kontrolle der Wolfsbarschfänge durch die Angelfischerei möchten wir Ihnen mitteilen, dass der Deutsche Angelfischerverband nicht an dieser Erklärung mitgearbeitet hat. Der Grund dafür liegt darin, dass die Angelfischerei auf Wolfsbarsch in Deutschland, im Vergleich zu Frankreich, Großbritannien, Irland oder den Niederlanden, nur eine äußerst geringe Bedeutung hat. Die Erklärung der EAA ist deshalb, wie aus dem Schreiben auch hervorgeht, neben dem EU-Ministerrat und der EU-Kommission in erster Linie an die zuständigen Ministerien Frankreich, Belgien, der Niederlande, Großbritannien und Irland adressiert worden.
Mit dem Dorsch in der westlichen Ostsee haben wir aber auch in Deutschland eine Art, die seit dem 1.1.2017 einer Tagesfangbeschränkung unterliegt. In diesem Zusammenhang möchte der Deutsche Angelfischerverband feststellen, dass er eine, wie in der EAA-Erklärung vorgeschlagene Erfassung der Anglerfänge, mittels einer App oder eines elektronischen Logbuches, für nicht übertragbar auf das Dorschangeln in der Ostsee und daher für ungeeignet hält. Zum einen besitzen viele der über 160.000 Angler, die jährlich in den deutschen Ostseegebieten angeln gehen, kein Smartphone. Zum anderen stünde der damit verbundene bürokratische Aufwand in keinem Verhältnis zu den zu erwartenden Resultaten. Wir bitten Sie daher vorsorglich von potenziellen, dahingehenden Überlegungen Abstand zu nehmen.
Zum Schutz bedrohter Dorschbestände hat der DAFV eigene Vorschläge gemacht, unter anderem die Einrichtung gebietsspezifischer Schonzeiten und temporärer Schutzgebiete sowie die Vermeidung des Angelns in Tiefen von mehr als 20 Metern während der Laichzeit. Regelungen, an die sich viele Anglerinnen und Angler schon jetzt halten. Fangbegrenzungen oder eine eigene Fangquote für die Angelfischerei weist der DAFV als wenig sinnvolle Maßnahmen zurück (siehe anhängende Resolution zum Dorschangeln auf der Ostsee).
Für Rückfragen stehen wir ihnen gerne zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen

i.A. Dr. Stefan Spahn

Seit Anfang des Jahres ist die Fangbegrenzung für den Dorsch in der Ostsee in Kraft getreten. Demnach müssen erstmals auch die Freizeitangler gesetzlich auf ihre Fangmenge achten und dürfen 5 Dorsche pro Tag und in einer festgelegten Schonzeit vom 01.02. - 31.03. drei Dorsche fangen.

Weitere Informationen:
Offener Brief der EAA zur Fangerfassung bei Wolfsbarschen:
http://www.eaa-europe.org/news/10179/bass-open-letter-to-eu-and-ministers-by-eaa-and-eftta.html
Resolution zum schutz des Dorsches:
http://www.dafv.de/files/dorsch/dorschresolution2016.pdf
 



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