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Neujahrsgrüße der Präsidentin

Liebe Anglerinnen und Angler,

Angeln ist ein schönes Hobby, naturverbunden, erholsam und auch nahrhaft. Und gleichzeitig ist Angeln die naturverträglichste Art des Fischens, die es gibt. Beim Angeln entsteht kein Beifang. Angeln schadet in keiner Weise dem Boden der Gewässer. Fische von geschützten Arten sowie untermaßige Fische können zurückgesetzt werden, haben eine gute Chance zu überleben. Daher verwundert es, dass teilweise Behörden aber auch andere Naturschutzverbände wie der Nabu das Angeln in Naturschutzgebieten pauschal verbieten wollen. Wir als Naturschutzverband widersprechen dem in aller Deutlichkeit. Viele unserer Verbände engagieren sich im Naturschutz, in der Renaturierung von Gewässern, bei der Wiederansiedlung ausgestorbener Fischarten wie dem Lachs, der Meerforelle oder dem Stör. Es ist kein Gewinn für den Schutz der Natur, wenn das Angeln verboten wird, und daher ist Naturschutz keine Begründung für ein Verbot des Angelns. Und ich frage, wer kennt in unserer Gesellschaft eigentlich Fische, kennt beispielsweise Blei und Güster und kann sie unterscheiden? Es sind die Anglerinnen und Angler. Sie müssen diese Artenkenntnis in der Prüfung für den Angelschein nachweisen. Wir waren im November und Dezember jeweils auf einer Messe in Berlin und Hannover mit einem eigenen Stand und haben uns dort insbesondere an junge Anglerinnen und Angler gewandt. Ihre Artenkenntnis war beeindruckend.

Im letzten Jahr war insbesondere die Ostsee Thema. In den letzten Monaten haben wir uns intensiv mit den Schutzgebietsverordnungen des Bundesumweltministeriums beschäftigt, mit denen in Nord- und Ostsee in der Ausschließlichen Wirtschaftszone insgesamt 8 Gebiete unter Schutz gestellt werden sollen. Die ursprünglich in diesen Verordnungen geplanten pauschalen Angelverbote sind vom Tisch. In verschiedenen Gesprächen mit Vertretern des Bundesamtes für Naturschutz und des Bundesumweltministeriums konnte eine weitgehende Annäherung erreicht werden.

Der Bestand des Dorschs in der Ostsee ist in einem besorgniserregend schlechten Zustand. Die Wissenschaftler des Thünen Instituts in Rostock beklagen seit Jahren, dass insbesondere der Westdorsch überfischt wird. Der Anteil der Dorsche, die von Anglern gefangen werden, ist in den letzten Jahren angestiegen. Von der EU ist für 2017 erstmalig verfügt worden, dass die Fänge der Angler wie die der Erwerbsfischer in die Bewirtschaftung des Dorschbestandes einbezogen werden. Da beide Gruppen den Bestand nutzen, sollten beide Gruppen zum Wiederaufbau des Bestandes beitragen. Der DAFV hatte dafür einen eigenen Vorschlag erarbeitet, der teilweise berücksichtigt wurde. Für den Wiederaufbau des Bestandes ist eine entscheidende Voraussetzung, dass Laichdorsche geschützt werden. Ohne Laichen kein Nachwuchs. Dieselben Schonzeiten für Erwerbsfischer und Angler. Zusätzlich wurde von der EU für Angler eine Fangbegrenzung von 5 Dorschen pro Tag, in der Laichzeit von 3 Dorschen pro Tag verfügt. Der DAFV lehnt das Tagfanglimit ab. Als Alternative wurde von uns die Erhöhung des Mindestmaßes vorgeschlagen.

Wir hoffen, dass der Dorschbestand sich wieder erholt. Wir werden auch bei den nächsten Verhandlungen für die Interessen der Anglerinnen und Angler eintreten und das Tagfanglimit ablehnen.

Ich hoffe, Sie hatten schöne Festtage. Für das Jahr 2017 wünsche ich Ihnen alles Gute, schöne Angelerlebnisse, wo auch immer sie am liebsten angeln.

Ihre
Dr. Christel Happach-Kasan



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