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World Fish Migration Day: DAFV stellt Stör-Broschüre vor

Der World Fish Migration Day (Welttag der Wanderfische) ist ein seit 10 Jahren etabliertes Event. Durch weltweit vernetzte Veranstaltungen wird über die Probleme von Wanderfischen in unseren Fliessgewässerökosystemen informiert. Es gilt, die Öffentlichkeit darüber zu informieren und verstärkt ins Bewusstsein zu rücken, dass die Wanderfischarten tausende Kilometer wandern und auf die Durchgängigkeit unserer Fließgewässer angewiesen sind. 
Vor dem Hintergrund des 20. Jahrestages der Gründung der Gesellschaft zur Rettung des Störs e.V. (GzRdS) und der Ernennung des Störs zum Fisch des Jahres 2014 wurde am vergangenen Wochenende ein Symposium zu den Wanderfischen und Fischwanderungen in der Elbe durchgeführt.
 
Das Symposium im Biosphaerium Elbtalaue in Schloss Bleckede war eine von weltweit über 150 stattfindenden Veranstaltungen und Aktionen zu diesem Thema.
Die Elbe hat in den letzten 25 Jahren erhebliche Verbesserungen ihrer Wasserqualität erfahren, was auch positive Effekte auf die Erholung der Fischfauna hatte. Vor dem Hintergrund der ansteigenden Wasserqualität wurden vielerorts auch Artenhilfsprogramme, z.B. für Wandersalmoniden, aufgelegt. Nach einigen raschen Erfolgen zu Beginn dieser Programme zeigte sich aber, dass der anhaltende und teilweise sogar noch steigende Nutzungsdruck durch Landwirtschaft, Schifffahrt und Industrie dafür sorgt, dass die Entwicklung vieler Bestände auch heute noch am Scheideweg steht. Dafür gibt es viele Beispiele. 
So gehen Bemühungen zur Anbindung von Nebengewässern der Elbe im Rahmen der Wasserrahmenrichtlinie einher mit den negativen Effekten der Umstellung der Landwirtschaft zum intensiven Energiepflanzenanbau. 
Neben der Forderung der Durchwanderbarkeit der Fließgewässer rückt vermehrt die Verbesserung der Habitatqualität und Strukturvielfalt in den Fokus von Artenschutzmaßnahmen. Aber die Effekte dieser gewässerökologischen Entwicklungskonzepte stehen im Gegensatz zu dem vor 25 Jahren beschlossenen und immer noch nicht ad acta gelegten Ausbau der Mittelelbe sowie der Vertiefung der Tideelbe. Positiv ist zu vermerken, dass sich die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung von dem „Prinzip der harten Unterhaltung“ der Mittelelbe und ihrer Nebengewässer verabschiedet hat und zunehmend Interesse an einer ökologischen Aufwertung der Elbe zeigt. 
Das Symposium „Wanderfische und Fischwanderungen in der Elbe“ hat den heutigen Zustand der Fischbestände und den Stand ausgewählter Artenschutzprogramme im Elbeeinzugsgebiet zusammengefasst und Perspektiven aufgezeigt, wie sich dieser Fluss in Zukunft entwickeln kann.
 
Die Präsidentin des DAFV, Dr. Christel Happach-Kasan, stellte den Stör als Fisch des Jahres 2014 vor. Dabei übergab sie die vom DAFV herausgegebene Broschüre „Der Europäische Stör“ der Öffentlichkeit. Zum Fisch des Jahres gekürt werden jährlich Arten, die infolge schädigender Einflüsse auf die Gewässer oder aus anderen Gründen stark beeinträchtigt oder gar vom Aussterben bedroht sind. Die Ernennung durch den DAFV erfolgt in Abstimmung mit dem Bundesamt für Naturschutz (BfN), dem Verband Deutscher Sporttaucher und dem Österreichischen Kuratorium für Fischerei und Gewässerschutz.
 
Im Vorwort der Broschüre von BfN-Präsidentin Prof. Dr. Beate Jessel und von DAFV-Präsidentin Dr. Christel Happach-Kasan heißt es: „Mit der Wahl des Störs zum Fisch des Jahres will der Deutsche Angelfischerverband gemeinsam mit dem Bundesamt für Naturschutz die Notwendigkeit zur Wiederherstellung der Durchgängigkeit unserer Fließgewässer unterstreichen. Nicht zuletzt, damit der nahezu ausgestorbene Stör von nachfolgenden Generationen wieder bestaunt werden kann.“
 
Aufgrund der guten Zusammenarbeit zwischen Angelfischerverband und Gesellschaft zur Rettung des Störs erklärte die DAFV-Präsidentin zum Welttag für Wanderfische die Mitgliedschaft ihres Verbandes in der Gesellschaft.„Jedes Kind weiß, dass Vögel weite Wanderungen unternehmen. Wer weiß schon, dass Fische das auch tun!?“, so Happach-Kasan und möchte gemeinsam mit der Gesellschaft zur Rettung des Störs Aufklärungs- sowie praktische Naturschutzarbeit leisten. Aus den Vorträgen des Symposiums wurde deutlich, dass Wiedereinbürgerungsprogramme für Wanderfische, z.B. den Aal, den Lachs, die Meerforelle und auch den Stör, nur mit Hilfe von Anglerorganisationen Erfolg haben.
 
 
DAFV-Präsidentin Dr. Christel Happach-Kasan stellt des Stör als Fisch des Jahres 2014 vor. Dr. Happach-Kasan überreicht Dr. Jörn Gessner von der Gesellschaft zur Rettung des Störs die Beitrittserklärung. Teilnehmer des Symposiums zu Welttag der Wanderfische in Bleckede.
 
 
 
Die 88-seitige Broschüre „Fisch des Jahres 2014 – Der Europäische Stör“ mit zahlreichen Fotos und Grafiken (ISBN 978-3-9812032-6-4) kann HIER bestellt werden.
 
Foto auf Broschürencover: Andreas Hartl
 


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