Gewässer- und Naturschutz

Der Deutsche Angelfischerverband e.V. ist offiziell anerkannter Naturschutz- und Umweltverband. Hier finden Sie mehr Informationen rund um das Thema Gewässer- und Naturschutz.

DAFV Naturschutzprojekte Vergleich

Die Entwicklung der Gewässer ist ein zentrales Anliegen unserer Mitglieder. Renaturierungsmaßnahmen an Fließgewässern werden von vielen Vereinen und Verbänden im DAFV aktiv durchgeführt.

Einfach zugeschüttet ...

In Geesthacht an der Elbe verdeutlicht sich dieser Tage das ganze Dilemma einer verfehlten deutschen Verkehrs-, Energie- und Umweltpolitik. Es ist ein Umweltdrama in mehreren Akten über den Niedergang der deutschen Flüsse und deren Bewohner, wie es sich in der Nachkriegszeit bis heute im Prinzip an fast allen deutschen Flüssen abgespielt hat. Die Akteure sind die Bundesregierung, Landespolitiker, Behörden, Justiz und gewinnorientierte Firmen. Den Bürgern wird dabei die Rolle „übergeordnetes öffentliches Interesse“ zugewiesen.

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Thüringen – Miniwasserkraft in Natura 2000 Gebiet

Ein Bericht von Gerhard Kemmler.

Energiepolitisches Programm von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Thüringen, beschlossen am 8. Dezember 2007: „Optimierung der Rahmenbedingungen für den Neubau von Klein-Wasserkraftwerken. Insbesondere bei letzterem Aspekt ist durchaus ein höheres Potenzial möglich, auch wenn dem die erwähnten naturschutzrechtlichen Belange (z. B. die EU Wasserrahmenrichtlinie) entgegenstehen“. Daran fühlt sich offenbar das „Grüne“ Umweltministerium heute immer noch gebunden.

Es brüskiert Angler- und Umweltverbände und verweigert den Widerruf eines Verwaltungsaktes für den Bau eines Miniwasserkraftwerkes, dessen Turbine im Natura 2000 Gebiet „Mittleres Schwarzatal“ mindestens an 250 Tagen im Jahr wegen Wassermangel keinen Strom erzeugen kann, aber das Gebiet und die WRRL-Ziele erheblich beeinträchtigen wird. Laut zuständigem Bundesministerium können Kleinkraftwerke unter 200 KW Nennleistung nicht wirtschaftlich betrieben werden. Also Geldwäsche oder Steuerabschreibungsmodell mit EEG-Förderung?

Zur Erinnerung: 7500 Kleinwasserkraftanlagen haben nahezu allen Flüssen wesentliche ökologische Funktionen genommen und fragmentiert. Und das für 0,3 % der Gesamtstromerzeugung.

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Angeln hilft Naturschutz

Von Partnerschaften, dem Bau neuer Gewässer und Rutenspitzen unter der Wasseroberfläche

Immer wieder kommt es in Deutschland zu Konflikten im Zusammenhang mit der Ausweisung von Naturschutz- oder Landschaftsschutzgebieten zur Sicherung von FFH-Gebieten (Flora-Fauna-Habitatgebieten). In vielen dieser Gebiete gibt es seit jeher eine fischereiliche Nutzung. Angelvereine beklagen, dass sich Schutzgebiete zwar über viele Jahre mit der schonenden Nutzung, als auch der ehrenamtlichen Hege und Pflege durch Angler entwickelt haben, sie dann jedoch im Zuge neuer Verordnungen mit unverhältnismäßigen Betretungs- und / oder Nutzungsverboten belegt werden. Dass es auch anders geht, zeigt die gelebte Praxis beim Sportfischerverband im Landesfischereiverband Weser-Ems e.V.. Wir haben uns mit der Leiterin des Fachbereichs Umwelt Kirstin Meyer (Landkreis Emsland) und dem Leiter des Fachbereichs Umwelt Jochen Meier (Landkreis Friesland) getroffen und nachgefragt, worauf es ankommt.

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Schäden durch Wasserkraft-Turbinen an Aalen viel größer als vermutet

- Schwerwiegende Wirbelsäulenschäden an äußerlich unverletzten Tieren -

Hamburg, Berlin, 26.04.2019.Erstmals hat die Tierärztlichen Hochschule Hannover Aale, die in der Weser gefangen wurden und aller Wahrscheinlichkeit nach mindestens ein Wasserkraftwerk passiert hatten, auf innere Verletzungen untersucht. Die Röntgenbilder zeigen, dass selbst die Aale, die äußerlich unverletzt waren, zu rund 50% teils schwerwiegende Wirbelsäulenverletzungen aufwiesen. Es gibt Stauchungen und Verschiebungen von Wirbelkörpern sowie Wirbelbrüche, die in dieser Form bei Menschen zu Gesundheitsschäden bis hin zu motorischen Ausfallerscheinungen und Querschnittslähmungen führen können. Dabei zeigte sich, dass die Häufigkeit dieser Verletzungen mit zunehmender Körperlänge angestiegen ist. Abwandernde Blankaale, insbesondere große Weibchen, sind überproportional betroffen, wenn sie die Flüsse auf dem Weg in Laichgebiete in der karibischen Sargasso-See verlassen.

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Viele Angler, wenig Müll

Das aktuelle Strand-Monitoring zeigt, lediglich 0,3% des Müllanteils an der Nordsee, 0,6% an der Ostsee sind der Angelfischerei zuzuordnen.

Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie vom Thünen Institut für Ostseefischerei im Auftrag des Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) in Kooperation mit dem Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie Mecklenburg-Vorpommern (LUNG M-V) und dem Deutschen Angelfischerverband e.V. (DAFV).

Meeresmüll wird als bedeutendes globales Problem angesehen, da er die marinen Ökosysteme schädigt, ihre nachhaltige Nutzung beeinträchtigt und seine Entfernung, sofern überhaupt möglich, erhebliche Kosten verursacht. Meeresangler/-innen sind zahlenmäßig eine große Nutzergruppe der Meere (Hyder et al., 2018). Daher wird auch die marine Freizeitfischerei (Angelfischerei) als eine relevante Quelle von Meeresmüll in der Nord- und Ostsee diskutiert.

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Der DAFV e.V.

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Der Deutsche Angelfischerverband e.V. besteht aus 27 Landes- und Spezialverbänden mit ca. 9.000 Vereinen, in denen insgesamt rund 500.000 Mitglieder organisiert sind.

 

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